Eine mustergültige Verkehrspolitik 

betreibt die Region Stuttgart seit geraumer Zeit. Das regionale Nahverkehrs-Netzwerk "Mobilist" zählt zu den 5 Gewinnern eines früheren bundesweiten Wettbewerbs. "Mobilist" versucht seither mit verschiedenen Mitteln, das wachsende Verkehrsaufkommen einzudämmen. Diese Idee wird vom Bund gefördert, und dem Großraum Stuttgart fällt mit diesem Projekt eine Pilotfunktion für ganz Deutschland zu.


Die Deutsche Bahn AG kämpft gegen Stuttgart 21:

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Weniger Autos durch Stuttgart 21.

Die Landeshauptstadt Stuttgart geht davon aus, dass durch Stuttgart 21 der motorisierte Individualverkehr abnimmt:

·         "In und um Stuttgart 4 Millionen Pkw-Fahrten oder 51 Millionen Pkw-Kilometer weniger pro Jahr durch Verbesserungen im Regional- und Nahverkehr." und

·         "Reduzierung des überörtlichen Pkw-Verkehrs um rund 570 Millionen Pkw-Kilometer pro Jahr durch die Angebotsverbesserung im Fernverkehr."

[Quelle: Projekt Stuttgart 21, Ergebnis der Machbarkeitsstudie. Beilage im Amtsblatt der Landeshauptstadt Stuttgart zur Nummer 3 vom 19.01.1995

 

 

Kein Ballspielen mehr im Höhenpark?

Die Landeshauptstadt Stuttgart wirbt mit der Falt-Broschüre „Höhenpark Killesberg – Freizeit und Erholung in Stuttgart“ für die vielseitigen Angebote dieses einmaligen Parks. Unter dem Titel „Jedem sein Plätzchen“ ist auch zu lesen: „Damit sich Ruhesuchende und Aktive nicht in die Quere kommen, ist die große Wiese im Tal der Rosen in einen Teil zum Liegen und einen Teil zum Spielen unterteilt.

Neuerdings hat das städtische Garten-, Friedhofs- und Forstamt hier auf die Kennzeichnung eines Bereichs als Ballspielwiese verzichtet. Gleichzeitig untersagt die Nutzungsordnung für den Park den Besuchern, „Fußball und sonstige Ballsportarten außerhalb der dafür gekennzeichneten Fläche zu betreiben“. Ich beobachte, ob Konflikte entstehen.

Da eine Nutzungsänderung der Flächen im Killesberg-Park m.E. nicht ohne die beschließenden Gremien geht, müsste vor dem Gemeinderat auch der Bezirksbeirat Nord gehört worden sein.

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Ein kleiner Erfolg für den TUNNEL in Zuffenhausen.

Der Stuttgarter Gemeinderat hat beschlossen, den vom VhsTeam Zuffenhausen21 und vom Bürgerverein Zuffenhausen vorgeschlagenen TUNNEL aufzugreifen und die Stadtautobahn B10/27 Ortsdurchfahrt Zuffenhausen im FNP (Flächennutzungsplan) im Zentrum Zuffenhausens als TUNNEL darzustellen. Das sich dem anschließende Verfahren für den Bebauungsplan sollte wegen der zu erwartenden langen Laufzeit recht bald begonnen werden.

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Diskussionsbeitrag zur Umgestaltung Doggenburg.

Übersichtliche T-Einmündung der Straße Lenzhalde in die Straße Am Kräherwald.

Bus-Spuren und –Haltestellen bleiben, ähnlich wie heute, erhalten.

Hauptfahrstrecke aus der Straße Am Kräherwald in Richtung Innenstadt wird die Straße Lenzhalde.

Die Straße Herdweg verliert für den Durchfahrtsverkehr an Bedeutung, weil sie gegenüber heute aus der Straße Am Kräherwald wesentlich umständlicher zu erreichen ist.

Das Kioskhäuschen wird auf einer erweiterten Gehwegfläche mit Baum stehen. Treff.

Auf hier freigewordener Straßenfläche können einige Stellplätze für Anwohner neu angelegt werden.

 

Damit zusammenwächst was zusammen gehört!

Unter diesem Arbeitstitel hat sich das VhsTeam Zuffenhausen21 grundsätzliche Gedanken zur Überwindung der durch die Verkehrs-Trassen verursachten Trennung des Stadtbezirks Zuffenhausen in Zuffenhausen-Ost und Zuffenhausen-West gemacht.

Ausgelöst wurden die Überlegungen durch das Projekt Stuttgart 21. Am Beginn der öffentlichen Diskussion sagte in einem Infoblatt Herr Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster:

"Stuttgart 21 geht alle an. Reden Sie mit, wenn es um die Zukunft unserer Stadt geht."

Da als Folge von Stuttgart 21 der Verkehr auch in Zuffenhausen zunehmen wird, haben Bürgerinnen und Bürger die Pflicht und das Recht, über ihren Stadtbezirk nachzudenken. Und dabei müssen Gedanken, die weit in die Zukunft weisen, ausdrücklich erwünscht sein. Denn:

Die Zukunft unserer Stadt ist auch unsere Zukunft!

Bürgerinnen und Bürger, die sich für Planungsprozesse interessieren, waren in einer offenen "Zukunftswerkstatt" der Volkshochschule Stuttgart für den Stuttgarter Stadtbezirk Zuffenhausen aktiv. Von 1998 bis zum Jahresende 2011 engagierten wir uns ehrenamtlich im VhsTeam Zuffenhausen21. Wir erarbeiteten eigene Beiträge und stellten sie zur Diskussion. Sachkundige Bürger, Politiker vor Ort und externe Fachleute unterstützten uns dabei.

 Wir haben mit-gedacht.

Die Arbeiten des VhsTeam Zuffenhausen21 sind wichtige Beiträge zur Stadtentwicklung Zuffenhausens. Sie weisen in die nahe und fernere Zukunft. Deshalb halte ich als ehemaliger Kursleiter die Erinnerung an beispielhafte Diskussionsbeiträge der aktiven Zuffenhausener Laienplaner für sie und  andere Interessierte wach.

 Wir haben mit-geplant.

Wir haben uns mit aktuellen Themen der Stadtplanung auseinander gesetzt. Wir haben auf Probleme hingewiesen. Wir versuchten, Planungs-Folgen für den Stadtbezirk einzuschätzen. Denn in Zuffenhausen wird weiterhin hingenommen, dass die Stadtautobahn B10/27 Ortsdurchfahrt Zuffenhausen und die Gleisanlagen der Deutsche Bahn AG Zuffenhausen-Ost und Zuffenhausen-West voneinander trennen.

 Wir haben mit-geredet.

Wir wissen um die Mit-Verantwortung Zuffenhausens – auch an der zukünftigen Präsentation Stuttgarts. Falls durchfahrende internationale Bahnreisende auf ihrer vielzitierten Fahrt von Paris nach Budapest auch etwas von der deutschen Landeshauptstadt Stuttgart sehen wollen, kann ihnen Zuffenhausen bei der Erfüllung dieses Wunsches behilflich sein.

Wir wünschen dem Stadtbezirk Zuffenhausen eine glückliche Hand bei der Gestaltung seines Images. Noch hat Zuffenhausen, genauso wie auch sein Nachbar Feuerbach, Optimierungsbedarf bei der Darstellung des städtebaulichen Erscheinungsbildes entlang der Bahntrassen.